Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 02.02.2007

Rund 240.000 Besucher im Caritas-Markt

Statistik 2006: 17 Prozent mehr Anlieferungen / Vor allem Bücherabteilung beliebt

Rund 240.000 Besucherinnen und   Besucher sind im vergangenen Jahr in den Gaimersheimer Caritas-Markt mit angegliederter Sperrmüllsammelstelle gekommen. Das waren rund zwölf Prozent mehr als in 2005 und weit über doppelt so viele Menschen als in 2001, im ersten Jahr nach Eröffnung dieses Gebrauchtwarenmarktes. Das geht aus dem jüngst erschienenen Jahresbericht 2006 der Einrichtung hervor. Nach dem Bericht lieferten die Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger mit über 3.000 Tonnen 62 Prozent des gesamten Sperrmülls der Stadt Ingolstadt in dem Markt an, so dass dieser Müll nicht durch die Stadt abgeholt werden musste.

Im Durchschnitt erfolgten laut der Statistik in 2006 täglich 278 Anlieferungen, 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Von den angelieferten Sperrmüllmengen konnte mit etwa 800 Tonnen   ein gutes Viertel wiederverwertet werden: Die wiederverwerteten Waren werden zum Teil im Caritas-Markt verkauft – etwa Möbel, Geschirr oder andere Haushaltswaren – sowie angeliefertes Altholz für die Hackschnitzelheizung der Einrichtung verarbeitet. Über 500 sozial bedürftige Menschen erhielten mit einem Warengutschein der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt kostenfrei Gebrauchsgegenstände, zum Großteil Kleidung, im Wert von insgesamt 19.645 Euro.

Tätig waren im Caritas-Markt im vergangenen Jahr laut dem Bericht sechs Stammmitarbeiter in Vollzeit sowie fünf weitere in Teilzeit. 291 Menschen waren dort zudem im Wechsel schichtweise sowie zeitlich befristet beschäftigt. Diese Menschen, die zuvor zum Großteil langzeitarbeitslos waren, haben erfahrungsgemäß auf dem ersten Arbeitsmarkt meist keine Chance mehr. Hinzu kamen vier Zivildienstleistende, 22 Praktikanten und vier   Ehrenamtliche.

Als besonders beliebt bei Beschäftigten wie Kunden stellt sich immer mehr der Büchermarkt heraus. Dies beobachtet Michael Rinnagl, Leiter der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt, zu denen der Caritas-Markt gehört. „Die Besucher schätzen, dass die dortigen Romane nach Alphabet und die Sachbücher nach Themen sortiert sind und es immerhin 7.000 Bücher im Angebot gibt“. So viele Bücher würden etwa auch jeden Monat verkauft. „Manche Besucher nutzen den Büchermarkt wie eine Bücherei: 20 Bücher kaufen und beim nächsten Mal wieder 10 abgeben. Wir haben Dauergäste, die nahezu jeden Tag kommen“, freut sich Rinnagl darüber, dass insbesondere dieses Angebot im Caritas-Markt „so gut ankommt“.

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