Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 25.04.2007

Spargel bei Essen auf Rädern der Caritas "der Renner"

Start diese Woche / Zwei Drittel der 250 Bezieher hat das Gemüse der Saison abonniert

„Spargel ist wirklich der Renner“, freut sich Katharina Fürnrieder, die den Dienst „Essen auf Rädern“ der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt koordiniert. Dort wird   Spargel heute (25.4.) erstmals in diesem Jahr angeboten. „Von unseren rund 250 Kunden im ganzen Stadtgebiet haben das rund zwei Drittel bestellt.“ Für sie schälen mehrere Mitarbeiter in der Caritas-Großküche das Gemüse der Saison: „Es schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch leicht bekömmlich, sehr vitaminreich und mit mehreren Mineralstoffen und Spurenelementen versehen“, weiß Koch Clemens Habermeier, warum das Essen der Frühjahrssaison so gut ankommt. Komplettiert wird der - aus regionalem Anbau stammende - Spargel mit Schinken oder einem kleinen Schnitzel sowie Salzkartoffeln und Soße Hollandaise. Katharina Fürnrieder bekommt mit, dass viele Kunden aber auch aus Kostengründen auf das Angebot ihres Dienstes eingehen: „Bei uns gibt es Spargel zu dem Preis, den jemand auch sonst für das bei uns bestellte Essen zahlt. Es wird wie auch bei anderen Sonderaktionen kein Aufpreis verlangt.“ Ein- bis zweimal pro Woche bietet ihr Dienst das Saisongemüse bis Mitte Juni an: für alle Essensbezieher, für die von Normalkost genauso wie von Schon- oder Zuckerkost.

Allen Kunden stehen bei „Caritas Essen auf Rädern Ingolstadt“ grundsätzlich von Montag bis Donnerstag zwei Frischmenüs, freitags sogar drei zur Auswahl. Neben dem   Hauptgericht werden Suppe und Nachtisch offeriert. Die Caritas-Küche kann bei der Zubereitung variieren: „Wenn jemand nicht den auf dem Speiseplan stehenden Reis oder Nudeln will, sondern lieber Kartoffeln, dann ist das für uns kein Problem“, so Katharina Fürnrieder. Auch samstags gibt es ein warmes Essen, für Sonn- und Feiertage wird außerdem Tiefkühlkost ausgefahren. Viele Leute, so die Koordinatorin, würden das Essen nicht an jedem Tag, sondern zwei oder drei Tage pro Woche beziehen. An den anderen Tagen würden die überwiegend älteren Kunden zum Großteil von ihren Kindern versorgt. Etwa ein Drittel der Bezieher bekomme Diabetikerkost.

  Im Einsatz sind nach Angaben der Caritasmitarbeiterin täglich 16 Ausfahrerinnen und Ausfahrer in neun Autos. „Viele unserer Kunden schätzen neben dem Essen den sozialen   Kontakt mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt Michael Rinnagl, Leiter der Caritas-Wohnheime und Werkstätten. Für sozial schwache und bedürftige   Bezieher übernehme die Sozialhilfe den Großteil der Kosten. Wenn Kunden die Bedingungen zum Erhalt dieser Unterstützung nur knapp verfehlen, aber dennoch eine Notlage besteht, springe die für den Caritasdienst Essen auf Rädern engagierte „Stiftung Dr. Reissmüller“ ein. Laut Rinnagl stellt diese jährlich rund 10.250 Euro sowie drei Fahrzeuge für den Bringdienst zur Verfügung. „Caritas Essen auf Rädern Ingolstadt“ besteht seit November 1974. Der Dienst war lange an die Küche des benachbarten Caritas-Altenheimes St. Pius angegliedert. Seit 1995 wird das Essen in der Großküche des Caritas-Wohnheimes St. Alfons zubereitet.

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