Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 10.05.2007

Caritas-Kleidermarkt zieht zahlreiche Käufer und Spender an

Viele neue Beschäftigungen entstanden / Bilanz ein Jahr nach Eröffnung

Nach der Eröffnung eines Kleidermarktes in einem neuen Gebäude des Gaimersheimer Caritas-Marktes vor genau einem Jahr (10. Mai 2006) sind dort wesentlich mehr Kleider gekauft worden als vorher. Nach einer Statistik des Kleidermarktes wurden im Zeitraum Mai 2006 bis April 2007 knapp 81.700 Kleidungsstücke verkauft, über 60 Prozent mehr als im selben Zeitraum zuvor.  Ferner ist laut der Aufstellung auch wesentlich mehr Kleidung weiterverwertet worden, die nicht im Kleidermarkt angeboten -, sondern an eine Spezialfirma für Kleiderverwertung verkauft wurde: mit über 295.000 Kilo mehr als doppelt so viel wie vorher. „Immer mehr Kunden geben zunehmend Kleidung bei uns ab“, freut sich Alois Bortenhauser, Leiter des Caritas-Marktes. Er vermutet, dass die Bürgerinnen und Bürger dies deshalb gerne tun, „weil sie bei uns zum Großteil direkt vor Ort mitbekommen, dass die Kleider wieder anderen – meistens weniger kaufkräftigen – Menschen zugute kommen“. Besonders häufig würden Hosen und Röcke, Oberteile, Bettwäsche und Kinderkleidung gekauft.

Als Nebeneffekt des neuen Kleidermarktes profitiert hat nach den Worten Bortenhausers auch der Möbelbereich im Caritas-Markt. Dort, wo zuvor Kleider und Möbel zusammen verkauft wurden, könnten nun mehr Möbel freundlicher und übersichtlicher präsentiert werden. Nach der Statistik ist so auch der Möbelverkauf um fast ein Drittel auf über 19.000 Stück im zurückliegenden Jahr gestiegen. Da der Container-Platz zur Kleiderverwertung in die Nähe des neuen Kleidermarktes verlegt wurde, gebe es für die Kunden jetzt zudem mehr Parkplätze vor dem Hauptgebäude des Caritas-Marktes. „Auch dies hat zu einer höheren Kundenzufriedenheit geführt“, so Bortenhauser.

Michael Rinnagl, Leiter der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt, zu denen der Caritas-Markt gehört, sieht vor allem darin einen großen Fortschritt, dass durch den Kleidermarkt rund zwei Drittel mehr geförderte Beschäftigte in diesem Bereich tätig geworden sind: Personen in Arbeitsgelegenheiten nach Sozialgesetzbuch II genauso wie solche im Programm „Arbeit statt Strafe“ und Menschen aus den Caritas-Wohnheimen in Arbeitstherapie. Zuvor waren dies nach der Kleidermarkt-Statistik vier, heute sind es zwölf Personen. Auch die Anzahl der fest angestellten Arbeitplätze an den Kassen habe sich von zwei auf vier erhöht. Zwei junge Menschen absolvierten zudem eine Verkäuferausbildung im Kleidermarkt.

Die Caritas-Wohnheime und Werkstätten hatten das Gebäude mit dem Kleidermarkt im vergangenen Jahr für rund 880.000 Euro vom zuvorigen Besitzer erworben, welcher der Einrichtung das Haus zum Verkauf angeboten hatte. Der Eichstätter Caritasdirektor Willibald  Harrer bezeichnete es als „wundersame Fügung“, dass sich direkt im Anschluss an den Caritas-Markt mit dem neuen Gebäude eine weitere Möglichkeit ergeben habe, um erstens Menschen ohne Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt Beschäftigung zu geben und zweitens weniger kaufkräftigen Kunden Einkaufsmöglichkeiten zu bieten.

 

 

Kinderkleidung ist  im seit einem Jahr bestehenden Caritas-Kleidermarkt in Gaimersheim besonders begehrt. Foto: Caritas

 

 



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