Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 01.09.2008

Vom Wunsch nach Kontakt bis zum Traumberuf

Zwölf junge Menschen beginnen Ausbildung in Caritas-Beschäftigungsbetrieben

Zwölf junge Menschen haben gestern (1.9.) eine Ausbildung in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten Ingolstadt begonnen. Nach Angaben der Einrichtung sind sie in der Recycling-Werkstatt, Malerei/Lackiererei, Schreinerei und Schlosserei tätig, ferner im Verkauf, der Bürokommunikation und einer neu gegründeten Fahrradwerkstatt. Caritas-Mitarbeiterin Birgit Achhammer zufolge werden die Ausbildungen durch verschiedene öffentliche Institutionen finanziert oder teilfinanziert: vor allem von der Arbeitsagentur Ingolstadt, teilweise auch über die Jugendämter der Städte Rosenheim, Augsburg und Forchheim. Insgesamt arbeiten laut Einrichtungsstatistik derzeit 31 Lehrlinge in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten. Laut Birgit Achhammer haben in den vergangenen Jahren rund 80 Prozent der geförderten Jugendlichen im Anschluss an ihre Lehre eine Arbeitsstelle in Betrieben in der Region  bekommen: „Während ihrer Ausbildungszeit konnten wir auf unsere guten Kontakte zu anderen Firmen zurückgreifen und etliche vermitteln.“ Auch zwei von drei Recyclingmonteuren, die in den vergangenen drei Jahren erstmals in der Caritaseinrichtung ausgebildet wurden, hätten in Firmen Arbeit gefunden.

Die für Auszubildende in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten zuständige Sozialpädagogin  Barbara Hopp freut sich zudem darüber, dass „die im vergangenen Jahr begonnene Ausbildung zur Verkäuferin gut angelaufen ist“. Eine von drei „Azubis“ in diesem Bereich, die bereits ins zweite Lehrjahr kommen, ist die 25-jährige Jasmin Erdogan. Sie arbeitete nach ihrem Hauptschulabschluss unter anderem in einem Textilgeschäft, weil sie keine Ausbildungsstelle bekam. „Da ich die Chance jetzt bekommen habe, möchte ich sie auch nutzen. Und der Umgang mit Kunden gefällt mir einfach. Ich kann mich mit Leuten austauschen“, schildert sie ihre Motivation zur Mitarbeit im Caritas-Kleidermarkt.

Der 17-jährige Martin Weiß, der zuvor ein berufliches Vorbereitungsjahr als Zerspannungsmechaniker gemacht hatte, freut sich auf seine gestern begonnene dreieinhalbjährige Lehrzeit als Zweiradmechaniker. Diese absolviert er unter anderem in der neuen Caritas-Fahrradwerkstatt. „Dadurch wird mir hier mein Traumberuf erfüllt.“ Die ebenfalls 17-jährige Stefanie Dengler, die im Rollstuhl sitzt, freut sich auf ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation, seit sie vor einigen Monaten in den Caritasbüros schon einmal ein einwöchiges Schnupperpraktikum absolvierte. Sie hatte nach eigenen Worten von einem Pfarrer von der Ausbildungsmöglichkeit in den Caritas-Beschäftigungsbetrieben erfahren.

Neben den neuen zwölf Azubis sind zusätzlich auch drei Jugendliche im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Sonderprogramms „Einstiegsqualifizierung“ (EQ) in ausbildungsvorbereitende Praktika übernommen worden. Zwei auf dieser Basis tätige Jugendliche aus dem vergangenen Jahr seien nun in regulären Ausbildungsverhältnissen im Verkauf sowie in der Recyclingwerkstatt tätig, informierte der Verwaltungsleiter der Einrichtung, Josef Heiß. Die Caritaseinrichtung sieht in der Nutzung dieses Sonderprogramms mittlerweile eine gute Möglichkeit, benachteiligten jungen Menschen Zukunftschancen zu eröffnen. 

 

 

Die neuen Auszubildenden in den Caritas-Wohnheimen und Werstätten freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den Meistern und Ausbildern. Gestern habe sie ihre Lehre begonnen.

Foto: Caritas/Esser

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