Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 14.10.2008

"Aha-Effekte" beim Umwelttag

Zahlreiche Informationen und neue Anregungen in Caritas-Wohnheimen und Werkstätten

Rund 250 Mitarbeiter, geförderte Beschäftigte und Bewohner der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt haben gestern (Montag, 13.10.) an einem Umwelttag der Einrichtung im Haus St. Alfons teilgenommen. Sie erhielten dabei einerseits in einer Ausstellung einen Eindruck von dem, was diese Einrichtung seit Einführung eines Umweltmanagements im Jahr 2001 geleistet hat: „Zum Beispiel, dass wir inzwischen komplett auf Umweltpapier umgestellt haben oder, dass der Wasserverbrauch pro Person in unserer Gesamteinrichtung von 204 Liter im Jahr 2003 auf 108 Liter in 2007 gesenkt wurde. Dies hat bei so manchen zu Aha-Effekten geführt“, informierte Leiter Michael Rinnagl und schilderte einen Eindruck von der Resonanz an dem Tag. Andererseits konnten die Eingeladenen selbst zu bestimmten Fragen, die auf Plakaten notiert waren, weitere Verbesserungsvorschläge einbringen. Zur Frage, wie noch mehr Wärmeenergie gespart werden könnte, wurde etwa angeregt, Fenster nicht dauerhaft „auf Kipp“ zu stellen, sondern stoßzulüften oder die Heizung nicht auf 5, sondern allenfalls auf 3 zu drehen.

Um Wasser zu sparen, wurde auf einem anderen Plakat notiert, Fahrzeugwäsche künftig mit Brauchwasser durchzuführen. Um Strom zu sparen, empfohlen die Besucher, in Zukunft nur noch sparsame Spülmaschinen zu kaufen oder sich selbstkritisch zu fragen, „ob wirklich ständig Musik laufen muss“. Leiter Michael Rinnagl und der Umweltbeauftragte der Einrichtung Dominik Kieser haben die Vision, dass die Caritas-Wohnheime und Werkstätten langfristig ausschließlich Ökostrom verwenden. Dafür seien freilich noch mehrere Schritte nötig.  Neben Zielen für die Einrichtung wurden auch Anregungen für jeden persönlich zu geben: zum Beispiel „weniger Fleisch zu essen, da bis zu 16.000 Liter Wasser für ein Kilo Steak verbraucht werden“.

Einige Beschäftigte der Einrichtung lockerten die ernste Thematik zwischendurch mit Umwelt-Quizfragen auf: Wer wusste, dass beispielsweise Niedersachsen das Bundesland ist, in dem die höchste Windkraftanlagenleistung erzielt wird, erhielt zur Belohnung einen biologischen Schokokuss. Einen plastischen Eindruck über Energiegewinnung vermittelte ein Trimmrad, das beim Treten einen Generator in Bewegung setzte, um Licht zu erzeugen. 

Ein Umweltteam unter der Leitung von Dominik Kieser will die Ergebnisse des Umwelttages auswerten und bis Ende des Jahres eine neue Umwelterklärung erstellen. In dieser sollen Ziele für die kommenden drei Jahre festgelegt werden.

Die Caritas-Wohnheime und Werkstätten sind eine katholische Sozialeinrichtung für hilfsbedürftige Menschen, die übergangsweise oder langfristig nicht mehr eigenständig leben können: etwa wohnungslose, strafentlassene, suchtkranke oder psychisch kranke Menschen. Die Einrichtung hat sich zudem ökologische Leitlinien gegeben, nach denen sie „Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgabe der Kirchen“ - und damit auch von sich selbst - versteht.

 

 

Die Organisationsgruppe, die für rund 250 Mitarbeiter,  geförderte Beschäftige und Bewohner der Caritas-Wohnheime und Werkstätten einen Umwelttag veranstaltete: Heinz Vollmer, Horst Mandok, Umweltbeauftrager Dominik Kieser, Einrichtungsleiter Michael Rinnagl, der in der Einrichtung für Umwelt-Einzellösungen beratende Rainer Funck und  Sozialmanagementstudentin Eva Meyer (von links). Foto: Caritas/Esser

Weitere Infos zu diesen Themen: