Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 05.05.2010

Politikerin schlüpfte in ihre frühere Berufsrolle zurück

Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter besuchte Caritas-Werkstätten

„Ich habe mir für diese Aktion absichtlich die Caritas-Wohnheime und Werkstätten ausgesucht. Der Personenkreis, der in diesem Bereich betreut wird, ist von der Gesellschaft nicht besonders verwöhnt: wohnungslos, strafentlassen, suchtkrank, psychisch krank, vorübergehend oder auch auf Dauer auf fremde Hilfe angewiesen.“ So begründete die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter, warum sie innerhalb der bayernweiten Aktion „Rollentausch“ dieses Jahr die Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt besuchte.

Dort zog die gelernte Schlosserin selbst Arbeitskleidung an und fertigte aus Eisenstücken Einzelteile für Urnenrahmen, die von der Einrichtung hergestellt werden. Anschließend diskutierte sie mit den dortigen Betreuten und Mitarbeitern unter anderem über die Hilfestellung, welche die Caritas-Beschäftigungsbetriebe geben, damit benachteiligte Menschen in der Gesellschaft wieder Fuß fassen zu können. Beeindruckt zeigte sie sich auch vom Umweltmanagement, das in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten betrieben wird. Einrichtungsleiter Michael Rinnagl informierte unterdessen darüber, dass sich die Finanzkrise auch im Gaimersheimer Caritas-Markt, der zu den Caritasbetrieben gehört,  bemerkbar mache: „Es werden weniger gut erhaltene Möbel abgegeben, und gleichzeitig nimmt die Nachfrage zu.“

Ziel der Aktion Rollentausch der bayerischen Wohlfahrtspflege war es vom 23. April bis 2. Mai, Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, soziale Arbeit und Pflege in der Praxis kennenzulernen. Durch direkten Kontakt mit Betroffenen sollten Nöte und Hilfen den Verantwortlichen veranschaulicht werden.

 

 

Mit Betreuten und Mitarbeitern der Caritas-Beschäftigungsbetriebe sprach Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter über Perspektiven ihrer Arbeit. Foto: Caritas

 

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