Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 30.07.2010

Menschen in sozialen Schwierigkeiten Chancen gegeben

Seit 30 Jahren Kfz-Werkstatt der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt

Die Kfz-Werkstatt der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt besteht in diesem Juli seit 30 Jahren. Bei einem kleinen feierlichen Empfang stießen dort heute (30.7.) Mitarbeiter, geförderte Beschäftigte, Auszubildende und langjährige Kunden auf das Jubiläum an. Die Werkstatt wurde 1980 auf Initiative der Bewährungshilfe gegründet. Seinerzeit ging es darum, Jugendlichen, die in der Haft eine Lehre begonnen hatten und vorzeitig entlassen wurden, die Möglichkeit zum Lehrabschluss zu geben. Haftentlassene junge Menschen sind heute nicht mehr dort tätig. Doch viele andere Jugendliche – auch solche mit Einschränkungen – absolvieren in der Kfz-Werkstatt ihre Ausbildung. „Nach wie vor ist die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Servicemechaniker sehr gefragt. Bei geförderten Ausbildungsverhältnissen kooperieren wir mit der Arbeitsagentur, dem Jobcenter und den Jugendämtern“, so Michael Rinnagl, Leiter der Caritas-Wohnheime und Werkstätten. 

Doch nicht nur jungen Leuten, sondern vor allem Menschen mit sozialen Schwierigkeiten soll die Werkstatt neue Perspektiven bieten. Daher sind heute dort neben zwei Stammmitarbeitern und drei Auszubildenden auch fünf Personen tätig, die in den beiden Caritas-Wohnheimen in der Hugo-Wolfstraße und Telemannstraße leben und sozial betreut werden. Für sie ist die Beschäftigung in der Werkstatt Teil einer Therapie, um ihr persönliches Leben wieder besser in den Griff zu bekommen. Kfz-Meister Horst Sengl freut sich, dass sie „trotz offensichtlicher Lebens- und Arbeitsprobleme meistens motiviert mitarbeiten“. Ferner arbeiten in der Kfz-Werkstatt derzeit drei Beschäftigte im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit für Arbeitslosengeld II-Empfänger. Wunschziel ist es, dass die geförderten Beschäftigten möglichst wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können, was ab und zu auch gelingt. Viele sind nach Erfahrung von Sengl aber auch einfach froh, „überhaupt wieder etwas tun zu können“.

Tätigkeiten gibt es in der Kfz-Werkstatt, die seit 1983 der Kfz-Innung angehört, viele: Neben Reparaturen und Wartung werden dort auch Haupt- und Abgasuntersuchungen (TÜV und ASU) sowie Autopflege mit Waschen, Polieren, Innenreinigung und auf Wunsch auch Motorwäsche und Unterbodenwäsche durchgeführt. Hauptsächlich wird dies für den Fuhrpark der eigenen Einrichtung sowie andere Caritasinstitutionen getan: vor allem für die Caritas-Altenheime und –Sozialstationen der näheren Umgebung sowie die Fahrzeuge des Caritas-Zentrums St. Vinzenz in Ingolstadt. Zusätzlich ist man auch für andere Wohlfahrtsverbände – insbesondere das Diakonische Werk Ingolstadt – sowie Privatkunden tätig.

 

 

30 Jahre Kfz-Werkstatt feierte Caritasdirektor Rainer Brummer (Mitte) heute (30.7.) gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten Ingolstadt. Foto: Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt

 

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