Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 01.09.2010

"Eine echte Chance auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft"

Zwölf junge Menschen starten in Caritas-Werkstätten Ausbildung und Qualifizierung

Der 1. September ist stets der Start in das neue Ausbildungsjahr. Auch bei den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten haben heute wieder neun Auszubildende sowie drei junge Menschen mit einer Einstiegsqualifizierung ihren Weg ins Berufsleben begonnen. Sie werden in den kommenden Jahren in fünf verschiedenen Berufen zu Fachkräften ausgebildet: als Maler und Lackierer, Recyclingmonteur, Schreiner, Kfz-Servicemechaniker, Kauffrau für Bürokommunikation und im Caritas-Kleidermarkt im Bereich Verkauf. Damit der Einstieg ins Berufsleben nicht allzu schwer fiel, stand am ersten Arbeitstag eine Informations- und Kennenlernveranstaltung auf dem Programm. Für drei weitere Azubis bietet sich die Möglichkeit, ihre bereits erfolgreich bestandene Grundausbildung durch eine darauf aufbauende Ausbildung vom Bauten- und Objektbeschichter zum Maler und Lackierer,  vom Fahrradmonteur zum Fahrradmechaniker und vom Holzfachwerker zum Schreiner zu vertiefen.

Der angehende Fahrradmechaniker Stefan Reissner hat nach seinen ersten beiden Ausbildungsjahren in den Caritas-Werkstätten festgestellt, dass „es toll ist, hier bei der Caritas zu arbeiten“, sein Selbstbewusstsein gewachsen ist und er jetzt besser mit Kunden umgehen kann als noch am Anfang.  Am Berufsbild „Fahrradmechaniker“ gefällt ihm die Abwechslung. „Es deckt die zwei Seiten Mechanik und Elektrik ab. Die Elektrik bekommt durch die immer mehr in Mode kommenden Elektrofahrräder eine immer größere Bedeutung“, schwärmt der 20 Jahre junge Mann. Nach der Lehre hofft Reissner, bei der Caritas weiterarbeiten zu können. 

Insgesamt durchlaufen in der Caritaseinrichtung nach eigenen Angaben derzeit 23 auf dem Arbeitsmarkt  benachteiligte Jugendliche und eine reguläre Auszubildende ihre Berufsqualifikation. Drei weitere absolvieren dort zunächst eine Einstiegsqualifizierung in von der Bundesregierung geförderten ausbildungsvorbereitenden Praktika. „Somit erhalten die jungen Menschen endlich eine echte Chance auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft“, erklärt Gesamtleiter Michael Rinnagl.  Die Auszubildenden bekommen neben der berufsfachlichen Anleitung durch die Meister auch pädagogische Unterstützung und Begleitung. Die Ausbildungen werden der Einrichtung zufolge zum Teil durch öffentliche Mittel der Agentur für Arbeit, der deutschen Rentenversicherung, verschiedener Jugendämter oder auch über den Eigenmittelfonds des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt mitfinanziert.

Im Sommer 2010 bestanden zehn von elf in der Einrichtung ausgebildeten jungen Menschen, die aufgrund ihrer schlechten schulischen Vorkarrieren und besonderer Lebensumstände ohne berufliche Perspektive schienen, ihre Abschlussprüfung. Sechs haben bisher laut Rinnagl feste Stellen bei verschiedenen Firmen in der Region gefunden.

 

 

Die neuen Auszubildenden in den Caritas-Wohnheimen und Werkstätten Ingolstadt – hier mit ihren Anleitern und Betreuern - hatten zunächst eine Informations- und Kennenlernveranstaltung. Foto: Caritas

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