Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 10.10.2011

Medien-Geschäftsführerin bei "Essen auf Rädern"

Lydia Nißl lernte bei "Rollentausch" Caritasdienst kennen

Die Geschäftsführerin des Donaukurier und des regionalen Fernsehsenders intv, Lydia Nißl, hat sich im Rahmen der bayernweiten Aktion Rollentausch einen persönlichen Eindruck vom Dienst „Essen auf Rädern“ der Caritas-Wohnheime und Werkstätten in Ingolstadt verschafft. Frau Nißl begleitete eine Fahrerin eine Stunde lang auf deren Tour. Dabei erlebte sie, wie Caritas-Mitarbeiterinnen ihren Dienst erfüllen und welche Bedeutung das Angebot über das Essen hinaus hat. „Manchmal sind die Fahrerinnen am Tag die einzigen Ansprechpersonen für die älteren Personen“, erfuhr Frau Nißl von Katharina Fürnrieder, die den Dienst koordiniert. Die Caritas-Koordinatorin ergänzte: „In der Regel sind diese über 70 Jahre alt - erst vor kurzem ist eine Kundin 101 Jahre alt geworden.“ Andere Bezieher seien zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung vorübergehend nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen.  

Frau Nißl erhielt bei ihrem Besuch einen Einblick in den Ablaufplan für das Essen auf Rädern: Bereits um 6.30 Uhr werden in der Küche die Mahlzeiten zubereitet. Die Fahrerinnen beginnen gegen 9.00 Uhr mit ihren Vorbereitungen für die Auslieferung. Um 10.00 Uhr werden die Mahlzeiten in die Transportverpackungen abgefüllt. Dann dauert es zwischen eineinhalb und zwei Stunden, bis alle in der Regel 20 bis 25 Bezieher mit dem frischen Essen versorgt sind.

In der Großküche der Caritas-Wohnheime und Werkstätten werden nach Angaben der Einrichtung täglich über 800 Mittagsmenüs frisch zubereitet. Davon seien zwischen 200 und 220 Essen werktags und etwa 150 Essen an Wochenenden und an Feiertagen für „Essen auf Rädern“ bestimmt. Die Kundinnen und Kunden können zwischen drei Menüs oder manchmal vier Menüs wählen. Auf neun Touren werden die Mahlzeiten, die ja nach Wunsch aus Hauptgericht, Suppe und Nachspeise bestehen, ausgeliefert. Dazu sind 20 Fahrerinnen und ein junger Mann im Freiwilligen Sozialen Jahr tätig. Bis vor kurzem haben diesen Dienst auch Zivildienstleistenden versehen. Den Grundstein für den Dienst legte die Stiftung Dr. Reissmüller, die vom früheren Herausgeber des Donaukurier, Dr. Wilhelm Reissmüller, 1973 gegründet worden war. Die Stiftung unterstützt bis heute sozial bedürftige Personen finanziell. „Wir wollen, dass Essen auf Rädern für jeden erschwinglich ist“, sagte Lydia Nißl.

Durch den Rollentausch haben Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirchen und Medien die Möglichkeit, einen Tag in einer sozialen Einrichtung mitzuarbeiten.

 

 

Lydia Nißl (Zweite von rechts) besuchte den Kreis der Küchenkräfte und Fahrerinnen des Dienstes Essen auf Rädern der Caritas-Wohnheime und Werkstätten in Ingolstadt und nahm auch eine Stunde lang an einer Essenstour teil. Einrichtungsleiter Michael Rinnagl (rechts) und Katharina Fürnrieder, Koordinatorin des Dienstes (Zweite von links) informierten sie über das Angebot. Foto: Caritas-Wohnheime und Werkstätten

 

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