Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 24.09.2014

Kino über psychische Probleme

Drei Filme im Audi Forum Ingolstadt werben für Verständnis im sozialen Miteinander

Den Normalbürger für psychische Probleme sensibilisieren: Das ist das Ziel einer Filmreihe, die der Steuerungsverbund psychische Gesundheit Ingolstadt (SPGI) im Oktober im Audi-Programmkino anbietet. Dieser Verbund arbeitet eng mit der Caritas Ingolstadt zusammen. Anlass für drei Filme, die gezeigt werden, ist der Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober. Präsentiert werden die Kinofilme „Lars und die Frauen“ am 10. Oktober, „Engel des Universums“ am 15. Oktober und „Candy“ am 20. Oktober.

Im Film „Lars und die Frauen“ geht es um einen schüchternen Einzelgänger, der sich am liebsten in seiner kleinen Wohnung verkriecht, bis er überraschend eine Freundin kennenlernt. Er hält sie für eine bildhübsche Basilianerin, in Wirklichkeit ist die vermeintliche Frau aber eine lebensgroße Sexpuppe . In dem Film geht es wesentlich darum, wie die Mitmenschen mit dieser Illusion des Betroffenen umgehen können. „Engel des Universums“ zeigt einen Teenager mit vielen Talenten, der sich in ein Mädchen aus einer höheren sozialen Schicht verliebt. Er muss sich jedoch von seiner Liebe auf Drängen von deren Eltern trennen. Daraufhin driftet er in eine Phantasiewelt ab, die Ärzte diagnostizieren Schizophrenie. In der Nervenheilanstalt zeigt sich, dass der talentierte Teenager aber nur einer von vielen „professionellen Verrückten“ ist. Im Film „Candy“ gerät das Leben eines   Künstler-Liebespaares aufgrund der Abhängigkeit von Heroin aus den Fugen. Eine Schwangerschaft könnte dazu führen, den Teufelskreis zu durchbrechen, aber es wird deutlich: Zwischen Wollen und Können liegt ein weiter Weg …

Die Filme beginnen jeweils um 20 Uhr im Audi-Programmkino im Audi Forum Ingolstadt in der Ettinger Straße. Der Eintritt kostet 5 Euro und schließt Parkgebühren ein – Parkbelege können an der Kasse entwertet werden. Nach den Filmen findet jeweils eine Diskussion mit Betroffenen und Angehörigen sowie Fachleuten zur Problematik statt.   Diplom-Pädagoge Heinz Köhler, Mitarbeiter der Caritas-Wohnheime und Werkstätten und Vorstandsmitglied des SPGI, hält die Filmreihe für eine Chance, „Vorurteile abzubauen und Verständnis im sozialen Miteinander zu fördern“.

 

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