Trainingswohnungen

Seit Anfang Juni 2016 stehen den Klienten der Caritas-Wohnheime fünf Appartements in einem nahe gelegenen Wohnhaus zur Verfügung. Dieser Rahmen soll den betreffenden Bewohnern dazu dienen, sich wieder an eigenständiges Wohnen und Selbstversorgung zu gewöhnen und sich intensiv auf ihren Auszug in eine eigene Wohnung vorzubereiten.

Außenansicht Außenwohngruppe

Die Appartements, bestehend aus einer geräumigen Wohnküche, Schlafzimmer und Bad, sind einfach mit dem notwendigsten Mobiliar ausgestattet. Dies bietet den Bewohnern Raum für eigene Möbelstücke und individuelle Gestaltungswünsche. 

Tagsüber gehen sie einer geregelten Tagesstruktur in einer der vielfältigen Caritas-Betriebe nach. Sie erhalten wöchentlich oder monatlich ihr Verpflegungsgeld und entscheiden selbst, ob sie, z.B. mittags die Gemeinschaftsverpflegung nutzen und dafür wie in einer Kantine bezahlen, oder ob sie sich in ihrer Wohnung eine Mahlzeit zubereiten. 

Im Rahmen eines wöchentlichen Einzelcoachings geht es um ganz praktische Themen wie Haushaltsführung, selbstständige Geldeinteilung, Kontoführung, Wohnungssuche und vieles mehr. Je nach Kompetenzen und persönlichem Anliegen werden mit den Bewohnern individuelle Entwicklungsziele festgelegt und kontinuierlich daran gearbeitet. 

In regelmäßigen Abständen treffen wir uns auch als Gruppe. Dabei geht es vor allem um den Austausch von Erfahrungen und Informationen, was beispielsweise die Wohnraumbeschaffung, Finanzierung des Lebensunterhalts nach der stationären Maßnahme und ambulante Beratungs- und Unterstützungsangebote angeht. Zum Abschluss gibt es immer ein gemeinsames Abendessen, welches reihum jeweils von einem Bewohner zubereitet wird. 

Die hiesige Wohnungssituation stellt für die Bewohner der Trainingswohnungen eine besondere Herausforderung dar. Da bezahlbare Singlewohnungen Mangelware sind, können private Vermieter eine hohe Messlatte an potenzielle Mieter anlegen. Und auch bei der Vergabe von Sozialwohnungen rangieren alleinstehende Menschen im mittleren Lebensalter in der Dringlichkeitseinschätzung des Wohnungsamtes an hinterer Stelle.  

Trotz allem gibt es bereits ein positives Beispiel für erfolgreiche Wohnungssuche und den Wechsel in eine ambulante Folgemaßnahme (teilstationäre Maßnahmen z. B.  T-BSS).

 

„Nichts ist leicht, was sich wirklich lohnt.“ (Indira Ghandi)